Spirituell leben

Spirituell Leben

Wenn wir spirituell leben wollen

Dann klären wir für uns die Fragen:

Woher komme ich?

Wohin gehe ich?

Warum ist alles richtig, so wie es ist, auch wenn es problematisch ist?

Was ist meine Lebensaufgabe?

Wie finde ich sie und wie erkenne ich sie?  

Selbstbewusstsein

Selbstbewusstsein ist ein Begriff, der nach allgemeiner Auffassung zuerst in der Philosophie definiert worden ist.

Selbstbewusstsein entsteht durch Beobachtung und Reflexion seiner selbst oder anders ausgedrückt: des eigenen Ich, der eigenen Persönlichkeit.

Der sich selbst Betrachtende kommt dabei kommt dann entweder zu dem Ergebnis: ich bin ich, ich kann so sein, wie ich bin, und so bin ich gut. Oder: ich bin nicht wertvoll genug, ich genüge nur eingegrenzt, irgendwie bin ich nicht richtig, schon gar nicht wertvoll.

Ein nach außen getragenes Selbstbewusstsein kann auch zur Ablehnung durch andere führen.

Wenn ein Mensch nun ein Selbstbewusstsein in sich trägt, das von der Seele herkommt, dann ist es nicht nötig, dass die Menschen Abstand von ihm nehmen und ihn ablehnen. Weil er dann mit einer Liebe und einer Ruhe und einer Weisheit auf die Menschen zugehen kann.

Wenn das Selbstbewusstsein vorhergetragen wird und sich hinter diesem Selbstbewusstsein Ängste verbergen, dann handelt dieser Mensch ja ganz anders. Nämlich nicht aus seiner inneren Seelenkraft heraus. Und dieser Mechanismus bewirkt, dass Menschen sich zurückdrehen.

Und wenn dann beispielsweise zwei Menschen aufeinandertreffen, die dieses Unselbstwertgefühl in sich tragen, dann ist es natürlich schwierig, sich auf einer Ebene der Gleichberechtigung und Anerkennung zu begegnen, weil dann

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Menschen zusammenkommen, die sich zeigen müssen, wer sie scheinbar sind, die sich miteinander bekämpfen.

Der eine ist besser als der andere. Der eine kann dem anderen das nicht zugestehen, weil er es selbst haben möchte.

Doch wenn das eigene Minderwertigkeitsgefühl akzeptiert wird, dann kann daran die Seele wachsen. Wenn das Gefühl der Minderwertigkeit nicht mehr notwendig ist, je mehr kommt der Mensch zu seiner Seele, und desto weniger ist es notwendig, sich darzustellen. Dann ist der Mensch der, der er ist.

Aber solange diese Mechanismen noch notwendig sind, gebraucht werden, die ja auch als Schutz für die Seele gelten, dann ist der Mensch noch nicht in seinem Selbstwert, in seinem Seelenselbstwert.

Wofür Schutz? Ein Schutz, nicht gesehen zu werden. Ein Schutz, hinten zurückgestellt zu werden. Ein Schutz vor mangelndem Wissen, weil man sich für klein und dumm hält, weil man bestimmte Auflagen nicht erfüllt hat, die vom Elternhaus vorgegeben worden sind, zum Beispiel.

Aus spiritueller Sicht ist das Unwertgefühl nicht nur hinderlich für die Seelenentwicklung, sondern unnötig.

Wenn Menschen sich bei einer Eigenart ‚erwischen’, dann trauen sie sich oft nicht, dieses zuzugeben, weil sie sich ein bestimmtes Bild von sich gemacht haben und dieses Bild nicht nach außen leben soll. Aber wenn Menschen bereit sind, dieses anzunehmen, diese Eigenart, die in ihnen ist, die aber nicht so anerkannt ist von der Umwelt, dass sie dann lernen zu sagen: das ist auch eine Seite von mir. Und nicht in ein Unwertgefühl, in ein mangelndes Selbstwertgefühl hineingehen. Sondern lernen, sich so anzunehmen, wie man ist. Ich liebe mich so, wie ich bin. Und dieses Gefühl bin ich mir wert.

Und dann kommt der noch viel größere Erkenntnisschritt, und der offenbart sich in der Antwort auf die Frage: was alles ist mir von meinem Selbst noch bewusst außer der Kenntnis über mein Selbstbewusstsein im Sinn des Selbstwerts?

Sei du – mach dein Ding

 

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Nicole Schriever
 

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